Tote Mädchen lügen nicht: Macher verteidigt kontroverse Szene aus Staffel 2


Tote Mädchen lügen nicht
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Tote Mädchen lügen nicht

Achtung, Spoiler zur 2. Staffel Tote Mädchen lügen nicht: Bereits die 1. Staffel der Netflix-Serie Tote Mädchen lügen nicht sorgte aufgrund der Suizid-Thematik für Kontroversen. Diverse Organisationen fürchteten, dass sich gefährdete Jugendliche durch die Serie zum Selbstmord ermutigt fühlen könnten. Auf die hitzige Diskussion reagierte der Streaming-Dienst schließlich mit einem Warnvideo, das vor Staffel 1 und Staffel 2 gezeigt wird. Darin werden Betroffene darauf hingewiesen, sich unbedingt Hilfe zu suchen, falls sie sich von den gezeigten Ereignissen betroffen fühlten. Am vergangenen Freitag stellte Netflix seinen Abonnenten die komplette 2. Staffel der Serie zur Verfügung, wobei die Fortsetzung ebenfalls einigen Diskussionsstoff bot. Speziell eine Szene, die eine sexuelle Misshandlung beinhaltet, versetzte Fans der Serie in Aufregung. Showrunner Brian Yorkey hat in einem Interview mit Entertainment Weekly jetzt Stellung dazu bezogen und verteidigte die kontrovers aufgenommene Szene.

Showrunner äußert sich zu kontroverser Szene in Tote Mädchen lügen nicht Staffel 2

In der besagten Szene ist zu sehen, wie Tyler von Monty verprügelt und sein Kopf in die Toilettenschüssel gedrückt wird. Noch brutaler wird es im Anschluss, als Monty einen Besenstiel benutzt, um Tyler damit sexuell zu missbrauchen. Dieser Vorfall führt wiederum zur zweiten kontroversen Szene der 2. Staffel von Tote Mädchen lügen nicht, in der ein traumatisierter Tyler einen Amoklauf plant, der von Clay jedoch in den letzten Minuten der Staffel verhindert werden kann. Im Interview mit Entertainment Weekly verteidigt Showrunner Brian Yorkey die Szene des sexuellen Missbrauchs, indem er angibt, dass die Idee aus umfassenden Recherchen entstanden sei:

Wir haben uns in Recherchen vertieft und Geschichten von Fällen wie diesen gefunden - beunruhigend ähnliche Geschichten von männlichen High-School-Athleten, die schwächere Kinder mit Besenstielen oder Pool-Queues verletzen.

Weiter sagt er:

Die Anzahl der Geschichten, die wir darüber fanden, war erstaunlich und es sind nur die, über die berichtet wurde. Wir wissen alle, dass sexuelle Übergriffe oftmals nicht öffentlich gemacht werden.

Um die Konversation rund um sexuellen Missbrauch an Schulen weiterhin am Laufen zu halten, entschieden sich der Showrunner und das Team dazu, die Szene in die Handlung von Tote Mädchen lügen nicht aufzunehmen. Dabei rechtfertigte Yorkey die brutalen Ereignisse speziell in Bezug auf die Entwicklung von Tylers Charakter:

[Tyler] bewegt sich in eine positive soziale Richtung und dann hat er Rückschläge, wobei ich denke, dass das die Erfahrung ist, die viele Kinder so machen. Wenn du ein Kind ohne große Widerstandskraft bist, so wie Tyler, können diese Rückschläge verheerend sein.

In einem Gespräch mit Vulture teilte Brian Yorkey außerdem ein umfangreiches Statement, in dem er die Szene in Tote Mädchen lügen nicht noch einmal deutlich verteidigte. Darin geht er vor allem auch darauf ein, dass die Szene, so hart sie auch anzusehen sei, nicht einmal ansatzweise in die Nähe des Schmerzes gelangen würde, den reale Opfer derartiger sexueller Missbrauchsfälle durchleiden müssten. Zuletzt kommt er zu dem Entschluss, dass es wichtiger sei, darüber zu sprechen, als weiterhin zu schweigen, so wie es unzählige der Opfer leider immer noch täten.

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moviepilot Team
MrDepad Patrick Reinbott
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"I read about this guy, gets on the MTA here, dies. Six hours he's riding the subway before anybody notices his corpse doing laps around L.A., people on and off sitting next to him. Nobody notices."
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