Star Wars-Spin-off Solo enttäuscht zum Start an den Kinokassen


Solo
© Disney
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Die Spitzenposition an den Kinokassen Nordamerikas und Deutschlands konnte sich Solo: A Star Wars Story zwar erwartungsgemäß sichern. An seinem jüngst begangenen Debüt-Wochenende blieb das zweite Spin-off aus der Anthology-Reihe allerdings deutlich hinter den Erwartungen zurück. Nachdem etwa Box Office Mojo in der vergangenen Woche noch einen Auftakt zwischen 105 und 112 Millionen US-Dollar allein in den USA und Kanada prophezeite, werfen die der Seite nun vorliegenden Zahlen Fragen nach einer möglichen Franchise-Übersättigung sowie dem Starttermin auf. Auch in hiesigen Lichtspielhäusern kam die angeblich 300 Millionen Dollar teure Produktion nicht in Fahrt, die es weltweit auf nur 148,33 Millionen Dollar brachte.

Solo mit dem schlechtesten Start aller neuen Star Wars-Filme

In Nordamerika konnte sich Ron Howards Solo mit 83,33 Millionen Dollar an die Spitze der Kino-Charts setzen. Damit erwischte die Geschichte um den jungen Han Solo das mit Abstand schwächste Start-Wochenende unter den nun insgesamt vier erschienenen Star Wars-Filmen aus dem Hause Disney. Während mit Das Erwachen der Macht (2015) und Die letzten Jedi (2017) die beiden Episoden der Hauptreihe jeweils klar über 200 Millionen Dollar zum Debüt einspielten, waren es bei Rogue One (2016) immerhin noch über 155 Millionen. Der Bericht bringt die Frage ins Spiel, ob es nur fünf Monate nach Star Wars 8 nicht zu früh für den Film war, zumal zwei namhafte Superhelden-Abenteuer ebenfalls noch in den Top 3 vertreten sind.

So platzierte sich hinter Solo der erst in der vergangenen Woche angelaufene Deadpool 2 mit 42,7 Millionen Dollar, gefolgt vom April-Start Avengers: Infinity War, welcher es an seinem fünften Wochenende auf immerhin noch 16,49 Millionen Dollar brachte. Zu den weiteren Filmen in den Top 5 gesellten sich die mit Diane Keaton und Jane Fonda besetzte romantische Komödie Book Club (9,45 Millionen Dollar) und How to Party with Mom (5,12 Millionen Dollar) mit Melissa McCarthy.

Haben auch Deutsche genug von Star Wars?

Unterdessen ist Solo auch in Deutschland Disneys bisheriges Star Wars-Schlusslicht. Laut Blickpunkt: Film schaffte es der Film mit vergleichsweise geringen 330.000 Besuchern und einem Einspiel von 3,8 Millionen Euro an die Spitze. Auch die deutschen Kollegen spekulieren auf eine mögliche Übersättigung und bringen zusätzlich das Sommerwetter als mögliche Faktoren für den Stotterstart ins Spiel. Zum Vergleich: Star Wars 8 debütierte im Dezember noch mit über 1,6 Millionen Zuschauern, Rogue One lockte anfänglich knapp über 1 Millionen Menschen ins Kino und für Star Wars 7 versammelten sich sogar über 2 Millionen Interessierte am ersten Wochenende im Kino.

Auf Solo folgten auch in den deutschen Kinos die beiden Marvel-Filme Deadpool 2 (285.000 Besucher; 2,65 Millionen Euro) sowie Avengers: Infinity War (75.000 Besucher; 800.000 Euro). Unter den erfolgreichsten fünf Filmen gehörten zudem der Blumhouse-Schocker Wahrheit oder Pflicht (40.000 Besucher; 350.000 Euro) und die Amy Schumer-Komödie I Feel Pretty (28.000 Besucher; 240.000 Euro).

Die Top 10 der nordamerikanischen Kino-Charts (in US-Dollar):

  • 1. Solo (83,33 Millionen; Neustart)
  • 2. Deadpool 2 (42,7 Millionen; insgesamt: 207,41 Millionen)
  • 3. Avengers: Infinity War (16,49 Millionen; insgesamt: 621,69 Millionen)
  • 4. Book Club (9,45 Millionen; insgesamt: 31,84 Millionen)
  • 5. How to Party with Mom (5,12 Millionen; insgesamt: 39,1 Millionen)
  • 6. Breaking In (4,06 Millionen; insgesamt: 35,64 Millionen)
  • 7. Show Dogs (3,08 Millionen; insgesamt: 10,67 Millionen)
  • 8. Overboard (3 Millionen; insgesamt: 41,49 Millionen)
  • 9. A Quiet Place (2,23 Millionen; insgesamt: 179,99 Millionen)
  • 10. RBG (1,12 Millionen; insgesamt: 5,64 Millionen)

Was habt ihr am Wochenende im Kino geschaut?

moviepilot Team
NeonFox Alexander Börste
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