So extrem veränderte sich Charlize Theron für ihren neuen Film Tully


Charlize Theron in Tully
© DCM Distribution
Charlize Theron in Tully

Es war nicht das erste Mal, dass Charlize Theron ihr Äußeres durch kontinuierliche Nahrungszufuhr gravierend veränderte. 2003 gewann die Schauspielerin den Oscar als Beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle in Monster als Serienmörderin Aileen Wuornos, zu deren Verkörperung Kritiker Roger Ebert damals schrieb: "Ich gebe zu, dass ich in die Vorführung gegangen bin, ohne zu wissen, wer die Hauptdarstellerin war, und dass ich Charlize Theron nicht erkannte, bis ich ihren Namen im Abspann gelesen habe." Für Jason Reitmans Tragikömodie Tully legte die gebürtige Südafrikanerin abermals zu. Im Interview mit Entertainment Tonight sprach die Akteurin über ihre Motivation sowie die mit der Transformation einhergegangenen körperlichen wie seelischen Strapazen.

Demnach habe sie "fast 50 Pfund [gut 22kg]" für Tully an Gewicht zugelegt, wofür sie rund dreieinhalb Monate Zeit hatte. In dem Film schlüpft Charlize Theron in die Rolle der ausgelaugten, überarbeiteten Mutter Marlo. Im Zuge der Umstellung ihrer Ernährung wurde die 42-Jährige von einer Depression überrascht, wie sie im Weiteren erklärte:

Ich wollte einfach nur fühlen, was diese Frau fühlte, und ich denke, das war ein Weg für mich, ihr näherzukommen und in ihre Mentalität einzutauchen. Weißt du, es war eine große Überraschung für mich. Ich wurde von einer Depression ziemlich heftig ins Gesicht geschlagen. Ja, zum ersten Mal in meinem Leben habe ich so viel industriell verarbeitete Lebensmittel gegessen und viel zu viel Zucker getrunken. Bei diesem Film zu sein war für mich nicht allzu spaßig.

Die ersten drei Wochen der körperlichen Veränderung für Tully seien noch spaßig gewesen, da sie "wie ein Kind in einem Süßwarengeschäft" gewesen sei: "Also hat es Spaß gemacht, zu einem In-N-Out [US-amerikanische Fast-Food-Kette] fürs Frühstück zu gehen und zwei Milchshakes zu trinken." Allerdings sei es nach dieser Zeit zu einem Job geworden, der keinen Spaß mehr gemacht habe. Charlize Theron: "Ich erinnere mich, meinen Wecker mitten in der Nacht gestellt zu haben, um es [das Gewicht] zu halten." Sie sei um zwei Uhr morgens aufgestanden, damit sie geradezu maschinell eine neben ihr stehende Schüssel mit kalten Makkaroni und Käse essen konnte: "Ich habe es einfach geradezu in meinen Rachen geschaufelt."

Die Erfahrung beschrieb Charlize Theron als eine spaßbefreite. Um das für Tully zugelegte Gewicht wieder zu verlieren, brauchte sie eineinhalb Jahre, so die Schauspielerin. Auch sei es diesmal anstrengender als noch bei Monster gewesen, die zusätzlichen Pfunde wieder loszuwerden: "Denn was Monster angeht, habe ich einfach fünf Tage lang keinen Snack gegessen und es war in Ordnung." Wer sich von ihrer Darstellung ein eigenes Bild machen möchte, kann dies zum deutschen Kinostart des Films am 31.05.2018 tun.

Werdet ihr euch Jason Reitmans Tully mit Charlize Theron ansehen?

moviepilot Team
NeonFox Alexander Börste
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